3D-Druck

Nedcam

Nedcam hat einen 3D-Drucker, der in den Niederlanden einzigartig ist. Dadurch wird die Verschwendung von nicht wiederverwertbaren Materialien vermieden und der nächste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit innerhalb der Organisation und auf dem Markt unternommen.
Der 3D-Drucker bietet ungeahnte neue Möglichkeiten und noch mehr Lösungen für die Herstellung von Verbundwerkstoffformen.

Mit diesem AM Flexbot 3D-Drucker von CEAD können wir seit kurzem 3D-Modelle aus vollständig recycelbaren oder bereits recycelten Thermoplasten herstellen. Es ist der erste Schritt in einer Entwicklung, in der wir auch (größere) Modelle, Dübel und Formen (z.B. für den internationalen Yachtbau, die Windindustrie, Architekten, den Bau- und Infrabereich) nachhaltig produzieren wollen. Nedcam nimmt dabei zusammen mit führenden Unternehmen der Verbundwerkstoffindustrie eine Vorreiterrolle ein.

Thermoplaste vs. Duroplaste
Gegenwärtig stellt Nedcam Dübel und Formen hauptsächlich aus Holz, EPS (Styropor), Laminat, Epoxidpaste oder glasfaserverstärktem Verbundstoff, auch Duroplast genannt, her. Duroplaste werden bei ihrer Verwendung irreversibel hart. Aus Duroplasten gefräste Stopfen werden einmal verwendet, Formen bei einem Produkt (Serie). Dann landen sie im Müll. Eine Situation, die nach einer nachhaltigen Lösung verlangt.

Thermoplastische Kunststoffe
Im Gegensatz zu Duroplasten sind Thermoplaste wiederverwendbar. Thermoplaste nehmen bei Erwärmung zunächst eine Schmelzform an. Dadurch werden sie wieder verformbar und eignen sich für die Wiederverwendung oder eine neue Anwendung, zum Beispiel für den 3D-Druck, eventuell in Kombination mit CNC-Fräsen.

Kreisförmig hergestellte Modelle, Stopfen und Gussformen
Produzierte Stopfen werden einmal verwendet, produzierte Formen während einer Produktserie.

Der 3D-Druck mit Thermoplasten bietet die Lösung. Modelle, Stopfen und Formen, die mit wiederverwertbaren/recycelten Thermoplasten gedruckt werden, sowie eventuelle Fräsabfälle werden nach Gebrauch zu Granulat verarbeitet, das wiederum als Rohstoff für neue Thermoplaste dient.

Nedcam hat es sich als Marktführer im Bereich Stopfen, Formen und Formgebung zur Aufgabe gemacht, die derzeitige Produktionstechnik langfristig durch diese Technik zu ersetzen und damit die gesamte Kette vom Rohstoff über das Produktdesign bis zum Endprodukt kreislauforientiert mit 100% recycelbaren und/oder biobasierten Materialien zu gestalten.

Thermoplaste sind schwer zu kategorisieren, aber es gibt zwei anerkannte Kategorien: amorphe und teilkristalline Thermoplaste. Beide Kategorien bieten einzigartige Möglichkeiten zur raschen Herstellung innovativer Ideen durch BAAM (Big Area Additive Manufacturing). Diese Ideen können in der Vielfalt der Märkte, in denen Nedcam tätig ist, angewendet werden.